In dem Trubel der
Fussball-WM ging das Thema Gesundheitsreform weitgehend unter. Inzwischen sind die groben Eckpunkte der 'Gesundheitsreform' festgelegt.
Die private Krankenkassen bleiben erhalten: Die PKV bleibt auch als
Vollversicherung erhalten und wird nicht in den Gesundheitsfonds einbezogen.
Zeitgleich wird der Wechsel für Angestellte, die in die private Krankenversicherung wechseln möchten, erschwert. Erst nach dreimaliger Überschreitung der Versicherungspflichtgrenze kann in die PKV gewechselt werden! Umso wichtiger ist es, jetzt rasch zu handeln. Das Eckpunktepapier sieht zunächst als Stichtag für die neue Regelung den 3.7.2006 vor. Da wir uns bislang noch in keinem Gesetzgebungsverfahren befinden gilt es als wahrscheinlich, dass der Stichtag auf den Tag des Kabinettsbeschlusses bzw. auf den Tag der ersten Lesung im Bundestag (voraussichtlich im Frühherbst) festgeschrieben wird. Oder bis zu diesem Zeitpunkt Vertrauens- und Bestandsschutz gewährt wird.
Die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung werden steigen: Für GKV-Versicherte wird Gesundheit um mindestens weitere 0,5 Prozent punkte teurer! Nötige Strukturreformen , die zu nennenswerten Einsparungen führen, wurden ausgespart. Weitere Beitragserhöhungen sind wahrscheinlich. Das Problem der demografischen Entwicklung wird weiter ignoriert. Die Versicherungspflichtgrenze in der KV soll nicht angehoben werden.
Die Gesundheitsreform 2006 (nennen wir das Kind beim Namen: Ein Kompromiss des Kompromisses zu dem Kompromiss) bietet schon wieder etwas neues: Der Stichtag für den Wechsel aus der GKV in die Pirvate Krankenversicherung wurde erneut verschoben. Nachde
Aufgenommen: Jan 16, 16:17