Am 1. Juli verringern die gesetzlichen Krankenkassen ihren Beitragssätze.
Zeitgleich müssen die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung ab diesem Termin die Kosten für Krankengeld und Zahnersatz alleine tragen.
Dies hat einige negative Auswirkungen.
So bleiben die Versicherten in der GKV um den gleichen Schutz in der gesetzlichen Krankenversicherung zu erhalten, ab diesem Zeitpunkt auf 0,45 Prozent Mehrbeitrag als bisher sitzen. Zwar sinken die Beiträge einiger gesetzlichen Krankenversicherungen wie zum Beispiel die Innungskrankenkasse IKK Südwest von 12,9 auf 12,0 Prozent. Diese Senkung des Beitragssatzes bedeutet für den in der Innungskrankenkasse IKK Südwest Versicherten eigentlich eine Eigenleistung von 6,0 Prozent seines Bruttogehalts. Aber um den gleichen Schutz wie bisher zu erhalten muss, der Versicherte allerdings 0,9 Prozent mehr aus eigener Tasche bezahlen. Dies bedeutet eine Mehrbelastung um 0,45 Prozent.
Zwar haben die Versicherten oft noch die Hoffnung, daß weitere freiwillige Senkungen der Beitragssätze folgen werden, allerding ist es zeitglich offensichtlich, dass sie Krankenkassen wahrscheinlich das die derzeitigen Überschüsse zum Abbau der Verbindlichkeiten verwenden werden.
Im Zahnersatz-Bereich gab es auch einige Veränderungen. Bereits seit Anfang des Jahres gibt es im Bereich Zahnersatz von Seiten der gesetzlichen Krankenversicherung. Bisher leisteten die Krankenkassen 50 Prozent der medezinisch notwendigen Regelversorgung im Bereich Zahnersatz. Nach der Zahnersatzregelung seit 1.1.2005 gelten inzwischen für den Zahnersatz befundbezogene Festzuschüsse. Diese befundbezogene Festzuschüsse sind sehr umstritten, da sie sehr
widersprüchlich von
Patienten und
Ärzten aufgenommen werden.
Einen Vorteil hat die Neuregelung im Bereich Zahnersatz. Die Versicherten der Krankenkassen können inzwischen ihre Zahnersatz-Versorgung frei wählen. Der Nachteil ist allerdings auch die teilweise höheren Eigenanteile für hochwertigeren Zahnersatz.
Für
gesetzlich Versicherte ist es sinnvoll, eine private Krankenzusatzversicherung abzuschliessen. Denn damit sind die Selbstbehalte für Zahnersatz auf jeden Fall tragbar. Es macht
vor Abschluss einer Krankenzusatzversicherung auch Sinn, einen Vergleich über private Krankenzusatzversicherung anzufordern und auch eine ausführliche Beratung durch einen unabhängigen
Versicherungsmakler in Anspruch zu nehmen.