Franz Müntefering bestätigt weiterhin die Pläne, dass die Sozialabgabenfreiheit der
betrieblichen Altersversorgung zum Ende 2008 gestrichen wird. Dies ist ja noch nichts neues, wir hatten bereits mehrfach über die betriebliche Altersversorgung und
Sparpläne der Bundesregierung berichtet.
Durchaus neu in meinen Ohren ist die Behauptung, dass die Sozialabgabenfreiheit im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung von vornherein nur eine 'Anschubphase' gewesen sein soll.
Aber noch besser klingt es, wenn unser geliebter
Bundesminister für Arbeit und Soziales die Anreize der betrieblichen Altersversorgung, sprich die Sozialabgabenfreiheit der Beiträge als 'unvernünftig' bezeichnet.
Hintergrund der politischen Diarrhoe ist anscheinend eine Kabinettssitzung zum Thema zukünftige Weiterentwicklung der
Riester-Rente. So sollen laut den Plänen des Ministers Berufseinsteiger ab 2008 eine Prämie von 100 Euro erhalten, wenn eine Riester-Rente abgeschlossen wird und darüber hinaus eine Erhöhung der staatlichen Zulage für alle nach dem 1.1.2008 Geborenen von 138 Euro auf 300 Euro.
Ganz dreist drängt sich nun, vor dem Hintergrund der leeren Rentenkassen und sinkender Zahl der Beitragszahler in der Rentenversicherung, die Frage auf, ob die von Müntefering versprochenen 300 Euro staatlicher Zulage für die nach dem 1.1.2008 Geborenen nicht auch irgendwann als "unvernünftig" und "Anschubphase" bezeichnet werden.