Samstag, 28. April 2007
Die Abmahnwelle rollt und rollt. Es hat einen Dortmunder in Bremerhaven erwischt, und das wegen einem Bildchen einer Bockwurst.
Die Betreiber der Webseite Marions Kochbuch beziehen klar Stellung auf Ihrer Webseite: Lieber zuerst den Juristen losschicken, bevor man sich menschlich verhält. [...] haben wir uns nun dazu entschlossen, die Fälle gleich unserem Anwalt zu übergeben. Wir haben sehr viel Zeit in die Korrespondenz gesteckt und widmen uns nun lieber wieder unserem Kochbuch und überlassen den Schriftverkehr unserem Rechtsanwalt. [...]
Quelle: Marions Kochbuch, Urheberrecht und Copyright für Marions Kochbuch
Na anscheinend haben die Rechteinhaber der Bockwurst-Bildchen es wirklich nötig, sich mit Abmahnungen zu profilieren, nachdem ja schon wegen einem Bildchen einer Semmel (norddeutsch auch Brötchen), wegen eines Bildes eines Rinderbratens und auch wegen eines Christstollens die juristische Kettenhunde losgeschickt hatte.
Nun ja, was soll man da sagen: Es ist wirklich Brot, wie Wurst wie Käse, ich mache einfach einen weiten Bogen um die Webseiten der Abmahner.
Andere Meinungen zu Marions Kochbuch:
Robert Basic: Warnung vor Marions Kochbuch
Gerald Steffens: Bockwurst
und viele andere ....
Freitag, 27. April 2007
Die Barmer ist eine der großen gesetzlichen Krankenkassen. Nur leider sind die großen Krankenkassen nicht immer die wirklich kulanten.
Nachdem wie ja vor einiger Zeit bereits über die Haltung der Barmer berichtet haben, lässt der Bericht im Finblog langsam den Verdacht keimen, dass wirklich Methode hinter der Verweigerungshaltung der Barmer steckt.
Dem Rat von Andreas Kunze vom Finblog kann ich mich nur anschließen:
Den betreffenden Selbstständigen würde ich raten, einen schriftlichen Antrag zu stellen, einen rechtsmittelfähigen Bescheid zu fordern und Widerspruch einzulegen. Möglicherweise hat sich sogar die Bamer Ersatzkasse in einigen Wochen mit den wichtigsten Änderungen durch die Gesundheitsreform vertraut gemacht.
In diesem Sinne, schönes Wochenende.
Einfach nur gut. Ich bin nicht alleine mit dem Content-Klau von Weblogs. Auch Robert Basic beschreibt hier einen Fall, der mich sehr stark an die Freunde von finanzblogs.com erinnert.
Die Herrschaften waren etwas düpiert über meinen Wunsch, dass die Inhalte von der Webseite gelöscht werden.
Ich mein es gibt zwei Wege einen Blog mit Inhalten zu befüllen: 1. Man setzt sich auf den Hintern und schreibt, oder 2. man geht hin und klaut via RSS-Feed die Inhalte der anderen Blogs.
Klar der zweite Weg ist einfacher und bei weitem leichter. Man darf sich nur nicht wundern, wenn man plötzlich freundliche Post von den Gerichten bekommt
Donnerstag, 26. April 2007
Der liebste Spruch lautet in der Warteschleife: Bitte haben Sie einen Moment Geduld
Da hänge ich nun in der Hotline der Victoria-Versicherung und seit 5 Minuten kommt die 'Fahrstuhl'-Musik.
Hey eine neue Ansage: Bitte warten Sie...
So kann man auch seine Zeit vertrödeln
Komisch, wirklich komisch. Der Unterhalt des Versicherungs Blogs erfordert sehr viel Arbeit und Zeit. Andere gehen den einfachen Weg die eigene Seite mit fremden Inhalten aufzupeppen.
Das nächste Mal werde ich es mir schwer überlegen, ob ich den Webseitenbetreiber, der ohne zu Fragen die Inhalte des Versicherungs Blogs auf der eigenen Webseite einbindet, anrufe um ihn freundlich darauf aufmerksam zu machen, dass einem diese Einbindung nicht gefällt.
Die Antwort in einem überaus unfreundlichen Ton lautete in etwa so:
Wieso bieten Sie dann Ihren Feed als RSS überhaupt an? [...] Wissen Sie was, der Inhalt ist in fünf Sekunden weg [...]
An den Webseiten-Betreiber: Danke, dass Sie mein Recht an den Inhalten des Versicherungs Blogs respektieren und ich bin gerne damit einverstanden, wenn ich gefragt werde. Aber bitte nicht so.
Nun, was lernen wir daraus?
Vielleicht ist es einfacher, weniger freundlich zu sein und einfach gleich den juristischen Kettenhund loszulassen.
Für alle Webseiten-Betreiber, die eine Einbindung der Inhalte des Versicherungs Blogs wünschen, hier ein kleiner Banner. Bitte schickt noch eine kurze eMail an blog @ versicherungguenstig.com wo der Banner zu finden ist.

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Mittwoch, 25. April 2007
Ja, es gibt auch Gegenmittel gegen die ungeliebten Anrufe und den Telefonmarketing-Terror.
Meiner Meinung sehr gut wirkt das Anti-Telemarketing-Konzept. Frank geht ran!: Ein Service, mit dem man die Call-Center wirklich in den Wahnsinn treiben kann. Einfach die Rufnummer (0 163) 1 73 77 43 angeben und die Telefon-Terroristen landen auf einer netten Mail-Box. Die sicherste Methode um nervige Anrufe zu vermeiden ist, seine persönlichen Daten nicht einzugeben.Wenn alle Stricke reißen, der Weg zum Anwalt steht allen offen. Die deutschen Gerichte sind durchaus zugänglich für diese Dinge.
Dienstag, 24. April 2007
Gerade eben wird im Lawblog ganz heftig über die Telefonanrufe und Marketing-'Terroristen' abgelästert.
Als Versicherungsmensch kenn ich es ja, das Ansehen in der Bevölkerung ist etwa auf dem Niveau eines Drogendealers.
Wenn man einen Interessenten anruft, der eine Anfrage gestellt hat, um sich selbst über eine private Krankenversicherung zu informieren ist man praktisch schuldig und wird vor den deutschen Gerichten auch deswegen abgestraft.
Das Problem dabei ist nur, dass der durchschnittlich informierte User mit der Produktpalette in der PKV vollkommen überfordert ist. Der 'normale' User ist einfach heillos verloren, wenn er alleine vor dem Wust der Regularien und Bedingungswerken, die für die private Krankenversicherung gelten, steht.
Andreas Kunze vom Finblog ist der Meinung, dass dieser Erstkontakt auch wegen Versicherungen einfach per Brief geschehen sollte. Und wie soll man die notwendigen Fragen für eine vernünftige Beratung z.B. zum Thema private Krankenversicherung stellen? Im Ernstfall steht der Interessent wieder alleine im Tarif- und Bedingundschungel.
Nochmals: Jeder Interessent, der aktiv z.B. im Netz auf die Suche nach Finanzprodukten geht, hat die Möglichkeit, bei einer Anfrage z.B. ausdrücklich seinen Wunsch zu äußern, dass Anrufe zu unterbleiben haben.
Und dieser Wunsch sollte dann bitte auch respektiert werden. Nervige Werbeanrufe á là 'Sie haben ein Auto gewonnen' um die Kapitalanlage zur verkaufen sind wirklich unterste Schublade und die Verbraucher haben ein Recht darauf, dass genau diese Anrufe zu unterbleiben haben.
Montag, 23. April 2007
Und es gibt doch noch Leben da draußen... gerade bin ich über ein weiteres Bullshit Bingo zur Gesundheitsreform gestolpert.
Der Kontrahierungszwang spielt ja eine sehr wichtige Rolle in dem neuen Standarttarif und die privaten Krankenversicherer reagieren ziemlich allergisch auf dieses Thema.
Aus einem Telefonat mit einer Krankenversicherungsgesellschaft:
[...] Also Zahlen und Beiträge haben wir noch nicht zu dem Standarttarif. [...] Der Standarttarif ist auch nicht gewünscht bei uns, also frühestens im Juni können wir mit Beiträgen aufwarten. So nun stehen wir also vor einem Problem: Der Kunde möchte jetzt einen Standarttarif mit Beginn 1. Juli 2007 abschließen. Soll man den Kunden nun sagen, dass die Gesellschaften noch keinen Bock haben, Beiträge zu nennen?
Ein Kunde, der zuletzt bei der Continentale in der privaten Krankenversicherung versichert war und derzeit ohne Versicherungsschutz ist, möchte sich in dem neuen Standarttarif versichern.
Eine Premiere soweit. Mal schauen wie die Gesellschaften, vor allem die Continentale, auf dieses Ansinnen reagieren. Theoretisch müssen die Gesellschaften erst ab 1. Juli 2007 die Anträge annehmen.
Samstag, 21. April 2007
Was macht ein Versicherungsmensch am Samstag Nachmittag?
Richtig, die Nachbearbeitung der letzten Woche.
Schönes Wochenende
Freitag, 20. April 2007
Da könnte die Versicherungswirtschaft echt neidisch werden. Google steigert den Gewinn im ersten Quartal 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 69 Prozent.
Wenn man sich so bei Versicherungsmaklern umhört, so ist der Umsatz z.B. im Bereich der privaten Krankenversicheurng um bis zu 70 Prozent gefallen. Sollen sich die Makler nun auch bei 'Uns-Ulla' Schmidt für die Gesundheitsrefom bedanken? Ich glaub, die Makler denken eher an faule Tomaten und dergleichen...
Donnerstag, 19. April 2007
Grade bin ich bei Dr. Bahrs Blog über ein Urteil des LG Berlin gestolpert.
Es geht dabei zwar nicht direkt um Versicherungsvermittler und die Telefonanrufe bei deren Interessenten und Kunden, aber dennoch sind die diversen Urteile durchaus interessant für das Versicherungsgewerbe.
Manchmal frage ich mich, wie bei der Rechtsprechung Makler und Versicherungsvermittler noch arbeiten sollen.
Theoretisch darf man ja noch nicht mal mehr Kunden anrufen, um über Neuerungen und Veränderungen in den Tarifwerken berichten. Da ist es nicht verwunderlich, dass heute immer noch Versicherungen bei den Kunden schlummern, die irgendwann vor 40 Jahren abgeschlossen wurden und seitdem in keinster Weise an die aktuellen Bedürfnisse angepasst wurden.
Mittwoch, 18. April 2007
Im Gesundheitswesen wird heutzutage mehr Geld bewegt denn je.
In Zahlen ausgedrückt 250.000.000.000 Euro (wem das zuviele Nullen sind 250 Milliarden Euro).
Die Gesundheitspolitik unter der Leitung der Gesundheitsministerin 'Uns-Ulla' Schmidt verliert immer mehr den Bezug zu dem Bürger auf der Straße, der die Auswirkungen wie steigende Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenkasse, Leistungskürzungen der GKV etc. zu ertragen hat.
Um die Menschen in diesem Land mal wieder zum Thema Gesundheitspolitik ein wenig zu motivieren hier ein kleines Spiel namens Gesundheitspolitik-Bullshit Bingo.
Wie geht das?
Das Gesundheitspolitik-Bullshit Bingo ist ganz einfach:
Den Gesundheitspolitik-Bullshit Bingo-Schein hier abholen und ausdrucken.Die Meldungen und Reden der Gesundheitspolitiker genau verfolgen und 5 Kästchen waagrecht, senkrecht oder diagonal in eine Reihe bringen. Bingo! hier über die Kommentare eintragen.
Viel Spaß ...
Dienstag, 17. April 2007
Die Gesundheitsreform ist seit 17 Tagen wirksam, und die erste Klage gegen den Reformmurks der Gesundheitsministerin Schmidt kommt anscheinend von der Allianz Private Krankenversicherung. Dies berichtet das Ärzteblatt
Ich gehe davon aus, dass wir vor Ablauf der inzwischen laufenden Einjahresfrist Verfassungsklage gegen die Gesundheitsreform erheben werden so Vorstandsmitglied der Allianz Private Krankenversicherung, Wilfried Johannßen, in einem Interview.
Hauptsächlich richtet sich die Klage gegen den Basistarif sowie die Steuerfinanzierung der Beiträge für Kinder in der gesetzlichen Krankenversicherung.
Wieso in dieser Klage die weiteren bedenklichen Punkte wie zum Beispiel das Thema Alterungsrückstellung und dergleichen ausgeklammert bleiben, möge verstehen wer will.
Ich denke mir, dass die Gesundheitsreform in dieser Form sowieso nur der Einstieg in einen wilden Reform-Aktionismus der derzeitigen Bundesregierung war. Der nächste Meilenstein in diesem Reformwahnsinn ist die gesetzliche Pflegeversicherung.
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