Nach der Gesundheitsreform ist vor der Gesundheitsreform ... nachdem uns in den letzten Jahren und Jahrzehnten immer wieder die Gesundheitsreformen 'überrannt' haben, könnte man doch inzwischen sagen, dass der Gesundheitsschutz durch die gesetzlichen
Krankenversicherungen sich inzwischen immer mehr dem 'gefühlten Dritte-Welt-Niveau' annähert.
In diesem Zusammenhang fand ich gerade einen
Artikel im Capital
[...] In der Küche laufen Ameisen über den Boden, von den Wänden bröckeln Farbe und Putz. Unter einigen Betten sind wiederholt Kakerlaken gefunden worden. Willkommen auf der Hämatologie-Station eines führenden Londoner Krankenhauses, wo sich auch Premier Tony Blair behandeln lässt.
In Zeiten der Diskussionen um die Reform des deutschen Gesundheitswesens lohnt ein Blick nach Großbritannien. Dort kann man lernen, wie ein Gesundheitsdienst besser nicht organisiert werden sollte. Es heißt, um in London zu leben, müsse man entweder reich und berühmt oder doch zumindest verrückt sein. Man sollte allerdings auch gesund oder wenigstens privat krankenversichert sein, denn sonst bekommt man es früher oder später mit dem National Health Service (NHS), dem staatlichen Gesundheitsdienst, zu tun. Jemandem, der etwa an das deutsche Niveau der medizinischen Versorgung gewöhnt ist, wird die erste Begegnung mit dem NHS wie eine Zeitreise in die Vergangenheit vorkommen. Selbst eine ukrainische Krankenschwester gab der Tageszeitung „Daily Mail“ zu Protokoll, dass sie beim ersten Betreten eines englischen Krankenhauses den Eindruck gehabt hätte, sich in ein Museum verirrt zu haben. Eine Kollegin aus Simbabwe ergänzte, dass die Krankenhäuser in ihrer Heimat sauberer und besser geführt seien. [...]
Ob die Tendenz im deutschen Gesundheitswesen auch zu der staatlichen Gesundheitsversorgung führt? Es deutet einiges darauf hin. Nur dass diese Verstaatlichung des Gesundheitswesen nicht die Intention der Gesundheitsreform sein sollte. Einst steht dann in der
Times über gesetzlichen Krankenversicherungen der obige Text.
Nun, da fällt mir wieder das
Jahreszeugnis von Ulla Schmidt ein:
In Schulnoten ausgedrückt wäre das wohl ein "UNGENÜGEND", oder in den Worten eines Lehrers: "Schmidt, sechs, setzen"