Der Wirtschaftsweise Bert Rürup und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach haben sich in der
ZEIT unabhängig voneinander zum Thema Sanierung der Krankenversicherung mit einem sehr straffen 5-Punkte-Plan zu Wort gemeldet.
Der wichtigste Punkt an dem Reformvorschlag der gesetzlichen und
privaten Krankenversicherung ist die Gleichschaltung der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung.
Einige Auszüge aus dem 5-Punkte-Plan des Herrn Rürup:
1. Jeder Bürger müsste sich bei einem Versicherer seiner Wahl gegen Krankheitsrisiken grundversichern, unabhängig von Einkommen oder beruflichem Status als Beamter, Rentner oder Arbeitsloser. Die Teilung in private und gesetzliche Versicherer wird aufgehoben.
2. Gleiche medizinische Leistungen würden unabhängig davon, ob sie im Krankenhaus oder in einer Praxis erbracht werden, gleich bezahlt. Für besondere Qualität könnten Zuschläge gezahlt werden.
3. Versicherer, Ärzte und Krankenhäuser schließen Verträge direkt ab, wobei die Interessen der Ärzte von deren Organisationen wie den Kassenärztlichen Vereinigungen vertreten werden können. Die Leistungen werden ebenfalls direkt zwischen Kassen und Versicherern abgerechnet.
4. Versicherungsfremde Leistungen wie die beitragsfreie Familienmitversicherung werden ordnungspolitisch korrekt aus Steuermitteln finanziert.
5. Eine Positivliste für anerkannte Medikamente wird eingeführt. Versicherer schreiben Wirkstoffe aus, für die sie ihren Mitgliedern die Kosten erstatten. Den Zuschlag bekommen Pharmaunternehmen je nach Angebot.
Aus der
Pressemitteilung der ZEIT
Ziel dieses Vorschlages sind, so Rürup finanzielle Einsparungspotentiale ohne Leistungseinbußen. Herr Lauterbach spricht von bis zu 20 Milliarden Euro innerhalb zehn Jahren. Auch würde die
Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Krankenversicherung vermindert werden.
Ironischerweise liegt die
Gesundheitsreform 2006 aka
GröRaZ aka
Kompromiss aller Kompromisse zur Lesung im Bundestag, oder wurde sogar schon beschlossen, wie
Manfred Walter von Manfreds Makeleien heute berichtete.