Die
Zwei-Klassen-Gesellschaft in der Krankenversicherung und -versorgung hat sich inzwischen als Tatsache erwiesen.
Doch neben der besseren ?rztlichen Versorgung und k?rzeren Wartezeiten f?r Kunden von privaten Krankenversicherungen gibt es einen weiteren Bereich, in dem GKV-Versicherte erneut hinter den Kunden der PKV anstehen m?ssen:
Bei der Versorgung mit neuen und innovativen Medikamenten.
Dies belegt eine Studie des
Wissenschaftliches Institut der PKV (WIP) mit dem Titel '
Arzneimittelversorgung von Privatversicherten: Die Verordnung von neuen Wirkstoffen'.
[...] Die Untersuchung der Arzneimitteldaten aus dem Jahr 2005 von vier PKV-Unternehmen und der Vergleich der Ergebnisse mit Daten der GKV hat einige interessante Erkenntnisse geliefert.
Sowohl bei der separaten Betrachtung der neuen Wirkstoffe der Jahre 2004 und 2003 als auch beim Vergleich der Innovationsquote und der indikationsbezogenen Indikationsquote zeigte sich, dass Privatversicherte anteilsm??ig mehr neue Wirkstoffe erhalten als Kassenpatienten.
Die indikationsbezogene Innovationsquote ist ?ber alle betrachteten Jahrg?nge bei der PKV h?her als bei der GKV.
Es ist zu vermuten, dass ?rzte im Rahmen ihres Budgets bei GKV-Versicherten eher auf preisg?nstigere Medikamente zur?ckgreifen, statt neue und oftmals teuere Pr?parate zu verordnen.
Das Verordnungsverhalten bei Privatversicherten wird von keiner Restriktion des Gesetzgebers, der Krankenkassen oder der Kassen?rztlichen Vereinigungen beeinflusst, sondern ist nur abh?ngig vom Sachverstand des Arztes, den W?nschen der Patienten und dem gew?hlten Versicherungstarif.
Die h?here Innovationsquote bei Privatversicherten offenbart bei einigen Wirkstoffen, die als Scheininnovationen gesehen werden k?nnen, erhebliche Mehrkosten f?r die private Assekuranz. H?heren Ausgaben steht hier ein geringerer Zusatznutzen gegen?ber. Andere Medikamente, die Privatpatienten h?ufiger verordnet bekommen, zeichnen sich durch eine bessere Wirksamkeit und geringere Nebenwirkungen als die Standardarzneien aus. In diesem Falle profitiert der Privatversicherte von seinem privatrechtlichen Versicherungsvertrag. [...]
Quelle: WIP-Diskussionspapier 1/07 Arzneimittelversorgung von Privatversicherten: Die Verordnung von neuen Wirkstoffen, Dr. Frank Wild
Die vollst?ndige Studie steht
hier als PDF-Dokument zum Download bereit.
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Aufgenommen: Mär 08, 18:28