Das Tauziehen und medienwirksame Gerangel um die
Reform der
Pflegeversicherung hat begonnen.
Die
Kaufmännische Krankenkasse (KKH) hat heute zu der
Diskussion und den
ersten Denkschriften eine Pressemitteilung veröffentlicht:
Das heute von der bayerischen Sozialministerin Christa Stewens (CSU) vorgestellte Modell zur Pflegereform sieht keinen Finanzausgleich zwischen der gesetzlichen und der privaten Pflegeversicherung vor, wie er im Koalitionsvertrag festgelegt ist. "Damit soll der gesetzlich Pflegeversicherte nach Vorstellung der Union anscheinend wieder einmal die Zeche alleine zahlen", kritisiert der Vorstandsvorsitzende der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH), Ingo Kailuweit, diesen Reformvorschlag.
Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung wurde unmissverständlich vereinbart, dass zum Ausgleich der unterschiedlichen Risikostrukturen der beiden Systeme ein Finanzausgleich eingeführt wird. Nach einer
Analyse der KKH kommen auf 100 Versicherte in der privaten Pflegeversicherung 1,3 Pflegefälle, in der gesetzlichen Pflegeversicherung sind es hingegen mit 2,9 mehr als doppelt so viele. Kailuweit fordert die Erfüllung des Koalitionsvertrages: "Hier ist die Politik in der Pflicht, alles andere wäre politischer
Wortbruch", so Kailuweit. Die KKH hat wiederholt in ihrem PKV-Integrationsmodell zur Pflegeversicherung einen Finanzausgleich zwischen gesetzlicher und privater Pflegeversicherung vorgeschlagen.
Die Reform der jahrelang defizitären sozialen Pflegeversicherung ist dringend notwendig. "Der in dem Jahr 2006 durch einmalig erhobene dreizehn Monatsbeiträge erzielte künstliche Einnahmen-Überschuss
sollte unseren Politikern nicht als Ruhekissen dienen. Tatsächlich besteht der dringende Reformbedarf der Pflegeversicherung unverändert weiter. Ohne den zusätzlichen Monatsbeitrag wäre in 2006 ein erneutes
Defizit von mehr als 400 Millionen Euro eingetreten", sagte KKH-Chef Kailuweit. Er forderte, dass die Pflegereform mit einem Finanzausgleich zwischen den beiden Systemen noch in dieser Legislaturperiode kommen müsse.
Quelle: Pressemitteilung KKH
Wir dürfen gespannt sein.
Still ruht der See, unter dieses Motto könnten wir das Thema Versicherungen derzeit stellen. Das einzige was uns allen aktuell ins Haus steht, ist die EU-Vermittlerrichtlinie und die damit einhergehenden Dokumentationspflichten. Uns-Ulla Schmidt sc
Aufgenommen: Mai 07, 16:59