Tagtäglich wird sie verkauft, die PKV. Aber wissen die Kunden eigentlich was sie da versichern? Welche Leistungen wichtig sind, welche sind weniger wichtig und welche wiederum leicht entbehrlich sind?
Wissen die Verkäufer, was sie dem Kunden da anbieten? (manchmal zweifle ich daran ... )
Die Wahl einer wirklich 'passenden' privaten Krankenversicherung ist nicht so leicht, wie es landläufig einige Kollegen und Webportale im Internet zu sugerieren versuchen. Meinem Empfinden nach ist die Wahl einer PKV etwa so, wie sich Paar Maßschuhe anfertigen zu lassen. Der Schuster wird auch einige Male den Leisten überprüfen und einige Anproben werden nötig, bis der Schuh wie angegossen sitzt .
Was können Sie tun, damit die Wahl einer privaten Krankenversicherung auch für Sie die richtige ist?
Eine erste Auswahl können Sie mit folgenden
drei Kriterien treffen, von denen Sie
nur zwei wählen können:
1. niedrige Beiträge
2. stabile Beiträge
3. hohes Leistungsniveau
So, und nun denken Sie bitte in Ruhe über diese Frage nach. Wie gesagt die Wahl einer PKV einer Gesellschaft ist
keine Sache, die Sie innerhalb weniger Sekunden entscheiden sollten.
Wenn Sie nun die Auswahl für sich getroffen haben, hier die einzelnen Kombinationen und deren Folgen:
Niedrige Beiträge und stabile Beiträge:
Die Konsequenz dieser Wahl ist leicht erklärt, Sie möchten eine private Krankenversicherung, die nur das 'Nötigste' bietet. Dementsprechend verzichten Sie auf Leistungen.
Niedrige Beiträge und hohes Leistungsniveau:
Sie werden mittelfristig mit Beitragsanpassungen leben müssen, denn die Gesellschaften werden die höheren Ausgaben für Leistungen über die Beitragsanpassungen refinanzieren. Zumeist werden bei dieser Auswahl vor kurzem aufgelegte Tarife angeboten, die allerdings mit sehr wenig Kunden 'bestückt' sind. Mit der Zeit werden die Beiträge
erheblich steigen, da auch die Versicherungsgesellschaften kostendeckend arbeiten müssen und irgedwann eben auch die Gesündesten etwas kränker werden.
Stabile Beiträge und hohes Leistungsniveau:
Diese Auswahl ist die wirklich vernünftigste. Sie können sich sicher sein, dass Sie wirklich im Notfall, d.h. wenn Sie schwerwiegend krank sind, die entsprechenden Leistungen ohne Murren erhalten werden, ohne dass im nächsten Jahr die Beiträge angepasst werden müssen. Die Beiträge werden auch mal angepasst, aber im Durchschnitt bei weitem geringer als bei der zweiten Variante. Und zu guter Letzt, diese Krankenversicherungen sind die auf Dauer günstigsten Varianten, und genau auf diese Dauer sollten Sie bitte bei der Auswahl der PKV auch achten, denn Sie werden nicht jünger und eben auch nicht gesünder. Wie gesagt, eine
Geiz-ist-Geil-Mentalität hat in der privaten Krankenversicherung meiner Meinung nach nichts zu suchen, denn es geht um die eigene Gesundheit.
Warum diese ganzen Gedanken?
In der PKV erkennen Sie Leistungsfähigkeit einer Gesellschaft immer erst dann, wenn Sie schwerwiegend erkrankt sind und auf die Leistungen angewiesen sind. Wenn Sie dann feststellen, dass Sie eine übereilte Wahl getroffen haben, so können Sie zumeist nicht mehr wechseln, denn eine neue Krankenversicherung erhalten Sie erst nach einer positiv verlaufenen Gesundheitsprüfung.
Also bitte,
denken Sie in Ruhe die zwei Kriterien nach, die Sie für sich selbst wählen .
In diesem Sinne, ein schönes Wochenende. Nächste Woche geht´s weiter.
Achja, eine Webseite, die meiner Meinung nach seriös arbeitet, ist zum Beispiel www.optimierungsdienst.de, bei der man nicht nur
private Krankenversicherungen vergleichen kann, sondern sich auch noch über weitere Finanzsparten informieren kann.
Was benötigen Sie denn wirklich, wenn Sie sich für Wechsel aus den gesetzlichen Kassen in die private Krankenversicherung entschieden haben und sich die grundsätzlichen Gedanken bereits gemacht haben? Meine Antwort lautet: Einen wertneutralen Überblick
Aufgenommen: Apr 02, 16:59