Vor dem eigentlichen Versicherungsvergleich
und der Suche nach den m?glichst besten Tarifen steht die Ermittlung des
tats?chlichen Versicherungsbedarfes.
Gerade in Deutschland ist es leider eine Tatsache, dass die meisten Personen zwar insgesamt ?berversichert sind, aber dennoch oftmals die wichtigsten Policen fehlen. Zu den wichtigsten Vertr?gen eines jeden geh?rt eine Haftpflichtversicherung, vor allem die Privathaftpflichtversicherung.
Sie sch?tzt vor Schadenersatzforderungen, wenn der Versicherungsnehmer Verm?genswerte, das Eigentum anderer oder andere Menschen selbst verletzt. Unverheiratete Kinder sind jedoch bis zum Ende ihrer ersten Ausbildung oder des ersten Studiums ?ber eine bestehende Privathaftpflichtversicherung der Eltern mitversichert.
Trotzdem diese Versicherung eigentlich ein absolutes Muss ist, haben bislang nur rund 70 Prozent der Deutschen eine Privathaftpflicht abgeschlossen. Ebenso wichtig f?r jeden Erwachsenen und Berufst?tigen ist die Berufsunf?higkeitsversicherung.
Sie deckt im Falle der Berufsunf?higkeit die mit einem Verlust des Arbeitsplatzes einhergehenden finanziellen Einbu?en ab. Die Wahrscheinlichkeit, w?hrend des Erwerbslebens berufsunf?hig zu werden, liegt trotz Industrialisierung und dem Wegfall von Knochenjobs immer noch bei
rund 25 Prozent. Jeder vierte wird also irgendwann vor Renteneintritt teilweise oder ganz berufsunf?hig. Trotzdem haben nur rund 25 Prozent aller Berufst?tigen eine entsprechende Versicherung abgeschlossen und von diesen Personen ist ein Gro?teil auch noch drastisch unterversichert.
Dies liegt meist in den h?heren Beitr?gen begr?ndet, die eine bessere Absicherung mit sich zieht. So muss ein 30-j?hriger Angestellter, der im kaufm?nnischen Bereich arbeitet, f?r eine Berufsunf?higkeitsrente von monatlich 1.000 Euro einen Jahresbeitrag zwischen 500 und 800 Euro entrichten.
Wie wichtig diese Versicherung aber ist, merken die meisten erst dann, wenn es zu sp?t ist und sich bei einer Berufsunf?higkeit die ersten finanziellen L?cher auftun.
Die dritte Versicherung, die so gut wie jeder Berufst?tige hat, ist die eigene Krankenversicherung. Hier kann man zwischen gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen unterscheiden.
Aufgrund der besseren Leistungen und der flexibleren Tarife ist immer dann die private
Krankenversicherung zu empfehlen, wenn der Versicherungsnehmer Selbst?ndig, als Freiberufler t?tig ist oder mit seinem Einkommen als Angestellter ?ber der Beitragsbemessungsgrenze liegt. Wer nicht in eine private Krankenversicherung wechseln kann, sollte pr?fen, ob er nicht eine Krankenzusatzversicherung abschlie?t, die zum Beispiel die mangelhaften Leistungen bez?glich der Kosten?bernahme durch die gesetzlichen Kassen bei Heilpraktikerbehandlungen, einer kieferorthop?dischen Behandlung oder Zahnersatz aufbessert. Zu diesen drei Hauptversicherungen gesellen sich im Laufe des Lebens noch weitere sekund?re Vertr?ge. So ist es f?r Familien anzuraten, dass die Hauptverdiener eine Risikolebensversicherung abschlie?en, um das eigene Todesfallrisiko zu versichern.
Auch eine Hausratversicherung ist immer dann sinnvoll, wenn teure Unterhaltungselektronik oder M?bel im eigenen Hausrat vorhanden sind. Kinder sollten ?ber eine Kinderinvalidit?tsversicherung abgesichert werden, da diese im Invalidit?tsfall unabh?ngig davon zahlt, ob Krankheit oder Unfall als Ausl?ser f?r die Invalidit?t anzusehen sind. F?r Bauherren und Hauseigent?mer gibt es eine ganze Palette an eigenen Versicherungen, die alle Risiken rund um den Bau und Erhalt der eigenen vier W?nde aber auch vermieteter Objekte absichern.