Gerade eben wird im
Lawblog ganz heftig über die
Telefonanrufe und Marketing-'Terroristen' abgelästert.
Als Versicherungsmensch kenn ich es ja, das Ansehen in der Bevölkerung ist etwa auf dem Niveau eines Drogendealers.
Wenn man einen Interessenten anruft, der eine Anfrage gestellt hat, um sich selbst über eine
private Krankenversicherung zu informieren ist man praktisch schuldig und wird vor den deutschen Gerichten auch deswegen abgestraft.
Das Problem dabei ist nur, dass der durchschnittlich informierte User mit der Produktpalette in der PKV vollkommen überfordert ist. Der 'normale' User ist einfach heillos verloren, wenn er alleine vor dem Wust der Regularien und Bedingungswerken, die für die private Krankenversicherung gelten, steht.
Andreas Kunze vom Finblog ist der Meinung, dass dieser Erstkontakt auch wegen Versicherungen einfach per Brief geschehen sollte. Und wie soll man die notwendigen Fragen für eine vernünftige Beratung z.B. zum Thema private Krankenversicherung stellen? Im Ernstfall steht der Interessent wieder alleine im Tarif- und Bedingundschungel.
Nochmals: Jeder Interessent, der aktiv z.B. im Netz auf die Suche nach Finanzprodukten geht, hat die Möglichkeit, bei einer Anfrage z.B. ausdrücklich seinen Wunsch zu äußern, dass Anrufe zu unterbleiben haben.
Und dieser Wunsch sollte dann bitte auch respektiert werden. Nervige Werbeanrufe á là 'Sie haben ein Auto gewonnen' um die Kapitalanlage zur verkaufen sind
wirklich unterste Schublade und die Verbraucher haben ein Recht darauf, dass genau diese Anrufe zu unterbleiben haben.