Dienstag, 26. Juni 2007
Da ist sie wieder, die Pressemitteilung des Tages.
Von wem kommt sie?
Richtig, der Deutschen Rentenversicherung.
Heute regt sich die Deutsche Rentenversicherung dar?ber auf, dass eine private Rentenversicherung in einem Werbespot suggeriert, dass Frauen von der Deutschen Rentenversicherung diskriminiert werden und die m?nnlichen Versicherten um 50 Prozent mehr Leistungen erhalten.
Die Frage die sich mir stellt: Von welcher Leistung spricht denn die Deutsche Rentenversicherung?
Die gesetzliche Rentenversicherung ist ein System, dass in der jetzigen Form mittel- und langfristig alleine aus demographischen Gr?nden (immer mehr Leistungsempf?nger, immer weniger Beitragszahler) nicht ?berlebensf?hig ist. Auch heute schon muss die Deutsche Rentenversicherung auf staatliche Zusch?sse zur?ckgreifen, um die Renten ?berhaupt noch bezahlen zu k?nnen.
Also, von welchen Leistungen sprechen wir denn bitte noch?
Von aktiver Geldvernichtung, die durch die deutsche Rentenversicherung betrieben wird?
Dienstag, 19. Juni 2007
Wieder kommt die Deutsche Rentenversicherung zu den Schlagzeilen der besonderen Art. Nachdem die Artikelserie Pressemitteilung des Tages ja bereits von der Deutschen Rentenversicherung beherrscht wird, heute ein Urteil des Sozialgericht Dortmund (AZ: S 26 R 278/06 vom 24. Mai 2007) mit tragischem Hintergrund.
Ein im Jahr 1923 geborener Rentner begab sich 1999 auf eine Bergwanderung in den Schweizer Alpen, von der er bis heute nicht zur?ckgekehrt ist. Die Deutsche Rentenversicherung wollte die Zahlung der Altersrente mit der Begr?ndung einstellen, dass der verschollene Rentner wahrscheinlich verstorben ist. Der Abwesenheitspfleger klagte gegen die Einstellung der Rente und bekam Recht. Die Deutsche Rentenversicherung muss f?r einen wahrscheinlich Toten weiterhin die Altersrente bezahlen.
Interessant f?r die Deutsche Rentenversicherung ist das Schlupfloch, dass Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben und l?nger als f?nf Jahre als verschollen gelten, eine Todeserkl?rung m?glich.
Das vollst?ndige Urteil steht hier zum Download bereit.
Mittwoch, 13. Juni 2007
Die Pressemitteilung des Tages kommt von der Deutschen Rentenversicherung. In der Pressemitteilung der Deutschen Rentenversicherung geht es um die neuen Hinzuverdienstgrenzen f?r Rentner vor dem 65. Lebensjahr, die sich ab dem 1.7.2007 gelten.
Eigentlich versucht die Politik ja verzweifelt die B?rger in Bezug auf die Renten der Deutschen Rentenversicherung zu beruhigen. Nur gegen solche Steilvorlagen ist auch die Politik machtlos.
[...] f?llt der Rentenanspruch ganz weg. [...]
Da f?llt mir Norbert Bl?m ein, der ja immer noch das M?rchen von der sicheren Rente verbreitet.
Mittwoch, 2. Mai 2007
Der 4. Senat des Bayerischen Landessozialgerichtes hat mit dem Urteil L 4 KR 3/04 vom 14.12.2006 neue Wege beschritten:
So sind von nun an die Ehegatten, welche in der Familien-GmbH als Gesch?ftsf?hrer besch?ftigt sind, versicherungspflichtig in der Sozialversicherung.
Interessant ist vor allem, dass das Bayerische Landessozialgericht sich auf das Urteil des Bundessozialgerichtes bezieht, und damit das sehr umstrittene Urteil zur Versicherungspflicht der Ein-Mann-Gesellschafter Gesch?ftsf?hrer so richtig sch?n hoff?hig macht.
Spitze Zungen k?nnen nun behaupten, dass der Sozialstaat die letzten Schlupfl?cher schlie?t um die Sozialkassen mit m?glichst viel Geld zu f?llen.
Das vollst?ndige Urteil k?nnen Sie hier finden.
Noch Fragen zur Versicherungspflicht? Wir helfen Ihnen gerne.
Mittwoch, 21. März 2007
Das Handelsblatt meldet gerade eben, dass die Renten um 0,54 Prozent zum 1. Juli angehoben werden.
Wenn man sich die durchschnittliche Rente f?r M?nner von 1015 Euro betrachtet, sind das doch immerhin 5,48 Euro pro Monat mehr. Bei den Frauen mit der Durchschnitts-Rente in H?he von 508 Euro sieht es noch dekadenter aus: 2,74 Euro mehr im Geldbeutel.
Nun, die Rentner k?nnen wohl den Champagner im Regal des Supermarktes belassen und auf Mineralwasser umsteigen.
Montag, 12. März 2007
Nach der umstrittenen Gesundheitsreform wurde ein zweiter Meilenstein im deutschen Sozialversicherungswesen im Bundestag durchgewunken.
Die Anhebung des Rentenalters auf 67 ist beschlossene Sache.
Es gilt festzuhalten, dass an dem eigentlichen Problem der gesetzlichen Rente mit der Anhebung des Rentenalters nichts ver?ndert wurde. Das Einzige, was damit erreicht wurde, ist die Verlagerung einer wirklich n?tigen Reform auf zuk?nftige Generationen.
Sei es wie es will, hier die offizielle Meinung und Infos zu den Vorg?ngen: Sinn der Anhebung des Rentenalters auf 67 ist, dass der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung bis 2020 nicht ?ber 20 Prozent klettert. So muss ab dem Jahr 2012 l?nger gearbeitet werden, denn die Anhebung des Rentenalters erfolgt schrittweise und betrifft alle, die ab 1947 geboren sind.
Nat?rlich gibt es auch Ausnahmen von der Regel. So wird es Versicherte mit 45 Jahren Pflichtbeitr?gen erm?glicht, noch mit 65 in Rente zu gehen, ohne Abschl?ge in Kauf nehmen zu m?ssen.
Samstag, 17. Februar 2007
Der Bundesrat hat heute nicht nur die Gesundheitsreform durchgewunken, sondern auch etwas sinnvolles im Rahmen der Altersvorsorge f?r Selbstst?ndige beschlossen.
[...] Der Bundesrat hat heute den Weg f?r eine abgesicherte Altersvorsorge Selbst?ndiger freigemacht. Mit diesen Neuregelungen sollen selbst?ndige Unternehmer besser als bisher abgesichert werden. ?Der Pf?ndungsschutz f?r Lebensversicherungen, die einen wesentlichen Bestandteil der Altersvorsorge bilden, wird deutlich verbessert. Versicherungen von Selbst?ndigen werden k?nftig genauso gesch?tzt wie etwa die Rente oder Pensionen bei abh?ngig Besch?ftigten?, sagte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries. ?Das neue Recht wird einen Tag nach Verk?ndung im Bundesgesetzblatt in Kraft treten ? voraussichtlich Anfang M?rz.?
Im Vergleich zu Arbeitseinkommen genie?en die Eink?nfte Selbst?ndiger bislang keinen Pf?ndungsschutz. Sie unterfallen, selbst wenn sie ausschlie?lich der Alterssicherung dienen, der Einzel- oder Gesamtvollstreckung. Diesem Risiko ist der Empf?nger von Leistungen aus einer gesetzlichen oder betrieblichen Rentenversicherung nicht ausgesetzt. Ihm verbleiben die Rentenanspr?che aus der Rentenversicherung, die nur wie Arbeitseinkommen gepf?ndet werden k?nnen.
?Diese Ungleichbehandlung ist nicht gerechtfertigt. Auch das der Alterssicherung dienende Verm?gen und die der Alterssicherung dienenden Eink?nfte Selbst?ndiger sind vor dem Vollstreckungszugriff der Gl?ubiger zu sch?tzen, um
- das Existenzminimum des Selbst?ndigen im Alter zu sichern,
- den Staat von Sozialleistungen zu entlasten,
- bessere Rahmenbedingungen f?r Existenzgr?ndungen zu schaffen und
- eine Kultur der Selbst?ndigkeit zu f?rdern? [...]
Pressemitteilung des BMJ
Donnerstag, 25. Januar 2007
Die Pressemitteilung des Tages kommt von der Deutschen Rentenversicherung und tr?gt den klangvollen Titel:
Die gesetzliche Rente in Deutschland - 50 Jahre Sicherheit durch Anpassung
Zur Zeit ist ja die Rentensituation in aller Munde. Sogar die BILD-Zeitung k?mmert sich in letzter Zeit r?hrend um die Rentenversicherung in Deutschland, so berichtet Andreas Kunze im Finblog.
Die Frage ist, was da wohl in 50 Jahren angepasst wurde und vor allem was an der gesetzlichen Rente heutzutage noch sicher ist, au?er dass es sicher weniger Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung geben wird.
Donnerstag, 18. Januar 2007
Um wieviel wird das Jahr 2007 teuerer als letztes Jahr?
Dieser Frage geht der Merkel Rechner der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ein wenig auf den Grund und hat den Merkelrechner bereits vor einigen Tagen ver?ffentlicht.
Mit diesem Tool kann man f?r sein Einkommen und f?r seine individuellen biographischen Daten ausrechnen, ob beispielsweise durch Mehrwertsteuer-Erh?hung und Senkung des Beitragssatzes f?r die Arbeitslosenversicherung unter dem Strich mehr oder weniger im Portemonnaie ist , so schreibt die INSM auf der Homepage.
Langsam sollten wir eine Kategorie Tool des Monats auf dem Versicherungs-Blog einf?hren.
Montag, 25. Dezember 2006
Im allgemeinen Weihnachtstrubel (by the way: Allen ein gesegnetes Weihnachtsfest) w?re fast eine Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes untergegangen: Die gesetzliche Sozialversicherung (also gesetzliche Krankenkassen, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, die Alterssicherung der Landwirte sowie die Bundes?agentur f?r Arbeit ) verbucht in den ersten drei Quartalen 2006 ein Plus in H?he von 10,6 Milliarden Euro.
Ma?geblich f?r diese Entwicklung waren die gesetzliche Renten?ver?sicherung (?berschuss Januar bis September 2006: 4,4 Milliarden Euro; Defizit im vergleichbaren Vorjahreszeitraum: 5,3 Milliarden Euro) und die Bundesagentur f?r Arbeit (?berschuss in den ersten neun Monaten 2006: 6,3 Milliarden Euro; Defizit im Zeitraum Januar bis Ende September 2005: 3,1 Milliarden Euro). Der hohe ?berschuss dieser beiden Zweige der Sozialversicherung resultierte vor allem aus h?heren Beitrags?einnahmen (gesetzliche Rentenversicherung: + 10,7 Milliarden Euro; Bundesagentur f?r Arbeit: + 3,6 Milliarden Euro) aufgrund der Vorverlegung der F?lligkeit der Beitr?ge im Jahr 2006. Ebenfalls aus dem Vorziehen der F?lligkeit der Beitragszahlung erkl?rt sich der ?berschuss bei der Pflegeversicherung (0,3 Milliarden Euro im ersten bis dritten Quartal 2006). Die gesetzliche Krankenkassen schlossen im Zeitraum Januar bis Ende September 2006 mit einem leichten Defizit von 0,3 Milliarden Euro ab.
Quelle: Statistisches Bundesamt Pressemitteilung vom 22. Dezember 2006
Interessant an dieser Pressemitteilung ist, dass der Taschenspieler-Trick oder besser die Bilanzkosmetik, sprich die Vorverlegung der F?lligkeit der Sozialversicherungsbeitr?ge f?r Arbeitgeber, die Ergebnisse der Sozialversicherung doch erheblich besch?nigt. Frei nach Winston Churchill Ich glaube nur an Statistiken, die ich selbst gef?lscht habe.
Mittwoch, 13. Dezember 2006
Aus der Renteninformation der Deutschen Rentenversicherung ein Zitat: [...] Zus?tzlicher Vorsorgebedarf:
Da die Renten im Vergleich zu den L?hnen k?nftig geringer steigen werden und sich somit die sp?tere L?cke zwischen Rente und Erwerbseinkommen vergr??ert, wird eine zus?tzliche Absicherung f?r das Alter wichtiger ("Versorgungsl?cke"). Bei der erg?nzenden Altersvorsorge sollten Sie-wie bei Ihrer zu erwartenden Rente- den Kaufkraftverlust beachten. [...]
Nun bekommen es die Versicherten der deutschen Rentenversicherung schwarz auf wei?, da? die Renten der gesetzlichen Rententr?ger nicht mehr ausreichen um den Lebensstandart im Ruhestand zu halten.
Norbert Bl?ms Versprechen 'Die Rente ist sicher' erweist sich inzwischen als Versprecher. Die richtige Formulierung ist wohl : 'Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott!'
Donnerstag, 7. Dezember 2006
F?r alle die noch keine Weihnachtsgeschenke haben, hier nochmals eine Geschenk-Idee f?r Weihnachten:
Der wulkan ?rztekalender 2007
Bestellen k?nnen Sie den wulkan ?rztekalender 2007 hier .
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